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Haiti: Kinder helfen Kindern

img_0604.JPGEgestorf: Am 18. März war es endlich soweit, neben dem Völkerballtournier der Klassen 3 und 4 verkauften die Kinder der Grundschule Egestorf viele liebgewonnene Spielsachen und Bücher auf dem Flohmarkt: „Eigentlich würde ich das noch nicht weggeben, aber es ist ja für die Kinder in Haiti, und da haben viele jetzt gar nichts mehr!“, sagte eine Schülerin. Und diese Meinung unterstützten auch ihre Mitschüler. Es wurde zwei Stunden lang verkauft und gekauft. Dank der vielen Plakate und Fleyer, die die Kinder gebastelt und verteilt hatten, war ein großes Publikum vor Ort. Auch das von Eltern gespendete und betreute Buffet fand großen Anklang, die Spendentöpfe füllten sich auch da. Der ganze Tag war ein voller Erfolg für alle. Neben siegreichen Spielen füllte sich das bereits angefangene Spendenkonto auf insgesamt 1564,98 Euro. Diese Summe wird nach den Osterferien der Peter-Hesse-Stiftung für den Wiederaufbau der Schulen in Haiti zugeführt. „Wir sind mächtig stolz, dass wir eine solche Summe überweisen können und freuen uns, dass uns viele Eltern an diesem Tag so tatkräftig unterstützt haben!“, so Schulleiter Stefan Pleß.

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Haiti: Kinder helfen Kindern


Nach dem Erdbeben in Haiti waren sich die Kinder der Grundschule in Egestorf schnell einig:  „Da möchten wir helfen!“ Den Vorreiter machte die Klasse 2a mit ihrer Klassenlehrerin. Sie verkauften Kuchen und spendeten sogar Teile ihres Taschengeldes. Schnell griffen auch die 4. Klassen die Idee auf, verkauften in der Pause Getränke, belegte Brötchen und Spieße. Aber das genügte den Kindern noch nicht. Im Schülerrat überlegten sie, wie das Projekt ausgebaut werden kann und kamen auf folgende Idee: Am 18. März wird an der Grundschule das traditionelle Völkerballturnier der 3. und 4. Klassen veranstaltet. In diesem Jahr wird es parallel dazu ein reichhaltiges Frühstücksbuffet für alle und einen Flohmarkt geben, dessen Erlös nach Haiti geht. Dazu sind alle in der Zeit von 9.30Uhr bis 11.30Uhr in die Grundschule eingeladen. Für die Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass sie Schulkinder unterstützen, deshalb werden alle Spenden der Peter Hesse Stiftung zugeführt, um den Wiederaufbau der zerstörten Schulen zu unterstützen.

Grundschule Egestorf hilft Haiti

Den Vorreiter hat die Klasse 2a mit ihrer Klassenlehrerin gemacht. Sie überlegten, was sie für die Kinder in Haiti tun können. Für die Schülerinnen und Schüler war wichtig, dass es Schulkindern zugute kommt. Die Montessouri-Schulprojekte der Peter Hesse Stiftung waren genau richtig. Die Idee machte schnell die Runde und nun sind alle Klassen der Grundschule dabei. Da werden Brötchen in den Pausen verkauf, Kuchen gebacken und auch mal des Taschengeld geopfert. Die Eltern sind natürlich dabei und unterstützen ihre Kleinen. Am 18. März wird ein Volleyball-Turnier veranstaltet. Dazu findet ein Flohmarkt statt, dessen Erlös nach Haiti geht.

Unterrichtsmaterialien HAITI

Für den Unterricht empfehlen wir Unterrichtsmaterialen, die das Welthaus Bielfeld gemeinsam mit der Stiftung für Umwelt und Entwicklung erstellt hat.

Unterrichtsmaterialien als PDF

Haiti - Montessouri-Schulen wieder aufbauen

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Nach dem Haiti-Erbeben: Ein Neuanfang ist notwendig und möglich! Ein Aufruf – von Peter Hesse – 27. Januar 2010 In Haiti herrschen weiterhin Elend und Unsicherheit. Die Zukunft der Menschen ist dort nun nicht nur Thema der Haitianer selbst, sondern auch der solidarischen Weltgemeinschaft. Nach der hoffentlich bald erreichten Verfügbarkeit der „basic needs“: sauberes Wasser, Nahrung, Schutz und medizinische Betreuung ist die Möglichkeit, frühzeitig im Leben mit dem Lernen zu beginnen, auch ein Grundbedürfnis und somit ein Grundrecht. Montessori Vorschulen sind auch für Kinder in Haiti eine Startchance für eine selbstbewusste erfolgreiche Lebensgestaltung wie für eine eigenständige Entwicklung Haitis. Montessori vermittelt positive Grundwerte und erlaubt die Entwicklung von Grundfähigkeiten. Dafür arbeitet die Peter-Hesse-Stiftung in Haiti erfolgreich seit 1983. Es ist viel zerstört. Nach dem verheerenden Erdbeben wussten wir lange nicht, ob unsere haitianischen Montessori Lehrer-Trainerinnen und ihre Studentinnen überlebt haben. Nun wissen wir zumindest: Unsere Trainerinnen und zumindest viele der Montessori Lehrerinnen haben überlebt. Darüber sind wir glücklich – und dankbar. Ungewiss ist leider immer noch das Schicksal einiger in unseren Projekten eigenständig wirkenden Lehrkräfte und ihrer Kinder. Klar ist: Das Montessori LehrerInnen-Ausbildungszentrum in Port-au-Prince sowie einige Vorschulen unserer haitianischen Partner im Erdbebengebiet sind zerstört. Nun muss es erneut weiter gehen – Mit LehrerInnen-Bildung und neuen Vorschulen auch für Kinder in den Zeltlagern. Wir haben eine konkrete Vision* eines Neubeginns für ganz Haiti, können diese Vision wegen der Größe der Zerstörungen jedoch nicht alleine realisieren. Als Gründer der Peter-Hesse-Stiftung muss ich nun meine Mitmenschen um Hilfe zu bitten. Die Erträge der 1983 mit DM 210.000,- gegründeten kleinen Privatstiftung, die erst 2009 im Vorgriff auf mein Testament auf eine Million erhöht wurde, reichen für Haitis Neuanfang nicht aus. Wir, d. h. konkret meine Montessori Projektpartnerin Carol Guy-James Barratt aus Trinidad und unsere Trainerinnen haben seit 1986 über 800 Montessori Vorschullehrerinnen ausgebildet und wir haben Hilfe beim Aufbau von rund 50 einheimischen Montessori Vorschulen für bedürftige Kinder geleistet. Das Montessori Vorschulsystem ist nun in Haiti gut eingeführt. Hauptträger sind die Lehrerinnen und ihre lokalen Gründungsinitiativen. Ich war dafür 43-mal einige Wochen in Haiti, Carol noch viel öfter und länger. Zur Zeit des Erdbebens am 12./13. Januar 2010 waren wir beide jedoch nicht in Haiti. Wir müssen nun schnellstens erfahren, was aus unseren Schulen im Detail geworden ist. Dann können wir sogleich mit dem Neuanfang beginnen. Das DENNOCH-Prinzip muss erneut siegen – wie schon bisher in Haiti. Darum bitte ich nun um Spenden für den Neuanfang.

Ein Filmteam um unser Vorstandsmitglied Frau Dr. Sabine Uhlen, wird in der letzten Februar-Woche 2010 auf eigene Kosten mit Carol und mir nach Haiti fliegen um zu dokumentieren, was zum Wohle der Kinder in Haiti gerettet werden kann – und muss. Bis Mitte Februar gespendete Mittel werden von uns dann direkt vor Ort voll eingesetzt.

Peter Hesse

Konto der Peter-Hesse-Stiftung: 3156080

Commerzbank Düsseldorf

BLZ 300 400 00

(Für Spendenbescheinigungen bitte „Haiti Erdbebenhilfe“ und volle Spenderanschrift.)
*Haiti Montessori-Vision:
Da eine eigenständige Entwicklung eines Landes wie Haiti nur mit selbstbewusst denkenden und sinnvoll handelnden Menschen möglich erscheint, kann und darf es in Haiti nicht dabei bleiben, dass Kinder – wenn sie überhaupt zur Schule gehen können – nur Texte auswendig lernen. Diese „Nachplapper-Didaktik“ ist in Haiti eine weitestgehend erhaltene, schlechte Tradition. Ein Neuanfang nach dem verheerenden Erdbeben vom 12./13. Januar muss Menschen in den Mittelpunkt eines zu erneuernden Bildungssystems stellen. Da alle alten, vorhandenen Strukturen buchstäblich in sich zusammengefallen sind, ist dies prinzipiell möglich geworden. Da jeder Mensch von Natur aus früh im Leben lernt, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und mit vielschichtigen Grundbegabungen, muss sich das zu erneuernde haitianische Bildungssystem diesen unterschiedlichen Menschen anpassen. Das leistet die Montessori-Didaktik auf Basis der Montessori-Philosophie vom Wert eines jeden Menschen. Das konnte in Haiti insbesondere durch die Montessori-Vorschul-Initiative der Peter-Hesse-Stiftung in den vergangenen über zwanzig Jahren überzeugend bewiesen werden.
Gute Montessori-Vorschulbildung ist auch unter einfachsten Rahmenbedingungen erfolgreich – und speziell für bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen nötig, wenn ein Land sich „von unten“ auf breiter Basis eigenständig entwickeln will – und nur „Entwicklung von unten“ ist nachhaltig – (s. hierzu mein Buch „VISION WORKS“ in www.solidarity.org ). Davon bin ich nach einem intensiven Lernprozess in der Praxis fest überzeugt. Das ist die Basis der konkreten Vision von einem Neubeginn im Bildungswesen von Haiti. Letztlich darf dies nicht mit dem Schulalter von sechs zu Ende sein, sondern muss in einer entsprechenden Primarbildung seine Fortsetzung finden. Das wünschen auch Haitis Eltern. Daraus ergibt sich eine Vision in zwei Stufen: 1. Breitestmögliche Montessori Vorschulbildung und 2. Aufbau einer Montessori Primarschulbildung. Das erfordert größeren Einsatz als es von einer „Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO)“ wie der kleinen Peter-Hesse-Stiftung alleine geleistet werden kann. Aber möglich ist die Realisierung einer derartigen Vision – wenn die sich neu entwickelnden staatlichen Strukturen von den Erfolgsmöglichkeiten solcher Entwicklung überzeugt werden können.

Es darf in einer sich friedlich und gerecht zu entwickelnden Welt nicht zugelassen werden, dass Menschen gute Bildungschancen versagt bleiben, um billige Arbeitskräfte zu sichern. Eine qualifizierte menschliche Entwicklung nur „Eliten“ zukommen zu lassen, führt zur Verfestigung von unwürdigen Verhältnissen und zu sozialen Verwerfungen. Dass es diesbezüglich Interessen mächtiger Minderheiten gibt, ist traurige Realität, die öffentlich bewusst zu machen und anzuprangern ist. Gleichzeitig muss die Vision einer guten breiten Grundbildung, wie sie Montessori ermöglicht, mit Nachdruck realisiert werden.
Kurzfristig planen wir, die durch Verlust ihrer Vorschulen arbeitslos gewordenen LehrerInnen in einer unserer ländlichen Vorschulen in einem einfachen Neubau aufzunehmen und dort von unserer Montessori-Direktrice Carol Guy-James Barratt weiterzubilden. Diese Lehrkräfte werden das Rückgrat des Montessori Neuanfangs in Haiti bilden. Ein weiterer Ausbau wird wesentlich von unseren finanziellen Möglichkeiten abhängen. Er ist jedoch real möglich.

Peter Hesse

www.solidarity.org

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